Gegen das Vergessen: Gedenkfeier zum 80. Jahrestag der Auflösung des Speziallagers Weesow
80 Jahre nach der Auflösung des sowjetischen Speziallagers in Weesow und dem qualvollen Todesmarsch der Überlebenden nach Sachsenhausen setzt der CDU-Stadtverband Werneuchen ein Zeichen gegen das Vergessen. Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger herzlich zur jährlichen Gedenkfeier am Samstag, den 6. September 2025, um 10 Uhr am Gedenkstein in Weesow ein, um gemeinsam der Opfer zu gedenken und die Erinnerung an dieses dunkle Kapitel der Werneuchener Geschichte wachzuhalten.
Ende August 1945 wurde das sowjetische Speziallager Nr. 7 in Werneuchen/OT Weesow aufgelöst. Die Überlebenden mussten einen qualvollen Marsch in das ehemalige Konzentrationslager Sachsenhausen antreten. Vor 80 Jahren endete damit ein dunkles Kapitel der Nachkriegsgeschichte, das viele Jahre lang verschwiegen wurde. Als CDU-Stadtverband Werneuchen ist es uns ein festes Anliegen, die Erinnerung an die Opfer wachzuhalten und ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen.
Wir laden Sie daher herzlich zu unserer jährlichen Gedenkfeier am Samstag, den 6. September 2025, um 10 Uhr am Gedenkstein in Weesow ein.
Was geschah in Weesow?
Kurz nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, im Mai 1945, errichtete der sowjetische Militärgeheimdienst NKWD in Werneuchen ein Internierungslager. Auf fünf beschlagnahmten Bauernhöfen wurden Tausende Menschen eingepfercht und ohne Anklage oder rechtlichen Beistand inhaftiert. Die Bedingungen waren katastrophal: Hunger, Krankheiten und mangelnde Hygiene führten dazu, dass Schätzungen zufolge zwischen 800 und 1.500 Menschen starben.
Die Häftlinge waren vielfältig: Darunter befanden sich mutmaßliche NS-Funktionäre und Wehrmachtsangehörige, aber auch unschuldige Zivilisten und Jugendliche. Ihnen wurde willkürlich "Werwolf-Tätigkeit" oder andere vermeintlich staatsfeindliche Aktivitäten vorgeworfen. Im August 1945 wurde das Lager aufgelöst und die überlebenden Häftlinge mussten einen Todesmarsch nach Sachsenhausen antreten.
Für uns heute ist es kaum vorstellbar, dass die Existenz dieser Lager über Jahrzehnte hinweg verschwiegen wurde. Genau deshalb ist unser jährliches Gedenken so wichtig. Wir erinnern an die Opfer der Willkürherrschaft und bekräftigen unser Bekenntnis zu einer freien und demokratischen Gesellschaft.
Gemeinsames Gedenken und die Bedeutung von Tradition
Die Gedenkfeier ist nicht nur eine Veranstaltung, sie ist eine Tradition, die den Opfern eine Stimme gibt und zukünftige Generationen mahnt. Wir freuen uns, in diesem Jahr den CDU-Landratskandidaten Daniel Sauer sowie Pfarrer Neumann von der evangelischen Kirchengemeinde Bernau bei Berlin als Redner begrüßen zu dürfen. Sie werden mit ihren Worten die politische und geistliche Dimension dieses Gedenkens beleuchten.
Leider kann in diesem Jahr kein Vertreter der Gedenkstätte Sachsenhausen bei uns sein, da dort aufgrund des 80. Jahrestages ebenfalls eine Gedenkveranstaltung stattfindet. Dies unterstreicht die überregionale Bedeutung dieses Gedenkjahres und zeigt, wie wichtig es ist, die Erinnerung an diese Ereignisse aufrechtzuerhalten.
Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, sich uns anzuschließen, um gemeinsam der Opfer zu gedenken und die Erinnerung an dieses düstere Kapitel der Geschichte lebendig zu halten.