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21.04.2009, 21:46 Uhr | MOZ / Kai-Uwe Krakau
Fliegendes Museum nahm erste Hürde
Die geplante Ansiedlung eines "Fliegenden Museums" auf dem Flugplatz von Werneuchen hat eine erste politische Hürde genommen.
Der Ausschuss für Wirtschaft und Soziales befürwortete in seiner jüngsten Sitzung einstimmig das Projekt. Abschließend wird sich die Stadtverordnetenversammlung am 14. Mai mit dem Thema beschäftigen. Eine Zustimmung gilt als sicher.

Noch befindet sich die Privatsammlung historischer Flugzeuge im sächsischen Großenhain. Vor 30 Jahren hatte Josef Koch den Grundstein für das "Fliegende Museum" gelegt. Inzwischen gehören fast 20 Flugzeuge zur Sammlung - die meisten können sogar noch in die Luft gehen. Die Ausstellung wird durch 1000 Modellflugzeuge, zahlreiche Motoren, Instrumente und Fallschirme sowie weiteres technisches Gerät vervollständigt. Da die Zukunft des Flugplatzes in Großenhain ungewiss ist, sah sich der Förderverein nach einem neuen Standort um. Ein Tipp aus dem Technik-Museum Berlin führte schließlich nach Werneuchen.

"Es geht um einen Grundsatzbeschluss. Das bedeutet nicht, dass das Projekt auch verwirklicht wird", hatte Bürgermeister Burkhard Horn in der Ausschusssitzung betont. Persönlich finde er das Vorhaben gut. Das Museum belebe den Flugplatz und mache die Stadt für Besucher attraktiver, so der Verwaltungschef. Allerdings dürfe man auch mögliche Probleme durch Lärm nicht ignorieren. Unter den Einwohnern gebe es deshalb unterschiedliche Meinungen zur Ansiedlung, räumte Horn ein. Eine "Protestwelle" sei jedoch nicht erkennbar.

"Wie sieht die Finanzierung aus?", wollte der Stadtverordnete Ulrich-Peter Ligdorf wissen. Man sei gegenwärtig dabei, dies zu klären, antwortete Brigitte Koch, die Tochter des Museumsgründers. Das Ziel sei es, das Gebäude in Großenhain möglichst schnell zu verkaufen. "Wenn das nicht gelingt, haben wir aber die Zusage für eine Zwischenfinanzierung", so die junge Frau.

Mathias Wiegand wies in der Diskussion darauf hin, dass auf dem Flugplatzgelände einmal Photovoltaikanlagen stehen sollen. Möglicherweise könnten sie die Museumsansiedlung beeinträchtigen, mutmaßte der Willmersdorfer. Das werde im Genehmigungsverfahren zu prüfen sein, erklärte daraufhin Bürgermeister Horn. Schließlich wurde vorgeschlagen, im Protokoll festzuhalten, dass die Photovoltaik­fläche eventuell verkleinert wird. Thomas Gill, sachkundiger Einwohner im Ausschuss, erkundigte sich schließlich nach den Eintrittspreisen. Brigitte Koch sagte dazu, dass ein Verein das Museum betreiben werde. Wer es besuchen möchte, müsste daher "eine Mitgliedschaft für eine Woche oder einen Monat" eingehen. Als Betrag für einen Erwachsenen nannte sie schließlich drei Euro. Sie kündigte zugleich ein bis zwei jährliche Flugtage in Werneuchen an. Dann werde es jedoch spezielle Einflugrouten über unbewohnten Gebieten geben, hieß es.

Das Museum plant die Errichtung von Leichtbau-Hallen mit einer Fläche von 2000 Quadratmetern. Es soll ein Wirtschaftsgebäude entstehen, in dem Büros sowie Schulungs- und Sanitärräume untergebracht werden. Für die Besucher ist ferner ein Fliegercafé mit Terrasse geplant. In Finnhütten könnten zudem Piloten, die an den Wochenenden mit ihren Flugzeugen unterwegs sind, übernachten. Insgesamt sollen in den Standort rund 500 000 Euro investiert werden.
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