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07.04.2009, 08:26 Uhr | MOZ / Britta Gallrein
Nicht nur Bankenschirme
Landkreis Barnim (bag) Der brandenburgische Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns hatte in einem Schreiben die Sparkassen des Landes aufgefordert, Arbeitnehmern in Kurzarbeit bei der Finanzierung ihrer laufenden Kredite kurzfristig zu helfen.
Dieser Forderung schlossen sich jetzt auch der Vorsitzende des CDU-Kreisverbandes, Thomas Jakobs, sowie der CDA-Kreisvorsitzende Mathias Wiegand an. Die Sparkasse solle mit den von Kurzarbeit betroffenen Kunden individuelle Vereinbarungen über die Reduzierung der Raten für laufende Hausrat- und Immobilienkredite abschließen, so Jakobs. Dabei solle in jedem Fall geprüft werden, wie die betroffenen Arbeitnehmer bei der Finanzierung von Krediten entlastet werden könnten, beispielsweise indem die monatlichen Raten verringert, auf eine begrenzte Zeit ganz ausgesetzt oder die Kreditlaufzeit insgesamt verlängert wird. Für Jakobs ist es ein Gebot der sozialen Gerechtigkeit, dass in diesen Zeiten nicht nur Bund und Länder den "Großen" helfen, sondern auch ein regionales Kreditinstitut wie die Sparkasse Barnim alles unternimmt, um die Folgen von Kurzarbeit und Arbeitslosigkeit für ihre Kunden erträglich zu gestalten. "Wir dürfen nicht nur Bankenschirme aufspannen. In diesen Tagen müssen wir auch einen Schirm über Arbeitnehmer spannen, die schuldlos in Zahlungsschwierigkeiten gekommen sind."

Der Barnimer Sparkassenchef Josef Keil erklärte auf Anfrage der MOZ, sein Kreditinstitut verfahre schon immer nach diesem Grundsatz. "Minister Junghanns hat uns kürzlich bei einem Gespräch auch noch einmal gebeten, in solchen Fällen nicht nach der Aktenlage zu verfahren, sondern Einzelfälle zu betrachten und das tun wir natürlich auch", versicherte Keil. Im Gegensatz zu Hartz IV-Empfängern, die vor Zwangsmaßnahmen seitens der Kreditinstitute geschützt seien, sei das bei Kurzarbeitern anders. "Gegen die könnte man vorgehen, wenn man wollte, aber das werden wir nicht tun", kündigte Josef Keil an. "Wir werden alles mögliche tun, um eine gedeihliche Zusammenarbeit auf Dauer zu gewährleisten." Von daher sei die Sorge der Politiker unbegründet. "Aber als Signal an die Menschen war es dann doch eine gute Sache", glaubt Keil.
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