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17.04.2010, 09:14 Uhr | MOZ / Kai-Uwe Krakau
Weiterer Schritt in Richtung 
Solarkraftwerk
Die Stadtverordnetenversammlung Werneuchen hat am Donnerstagabend den Entwurf des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes „Energiepark Weesow-Willmersdorf“ gebilligt. Er wird nun einen Monat öffentlich ausgelegt.
Für das Papier votierten 13 Stadtverordnete, lediglich Sabine Sachse und Ulrich-Peter Ligdorf (beide UWW) enthielten sich der Stimme. Darüber hinaus wurde der Aufstellungsbeschluss vom Dezember 2009 ergänzt. Der Geltungsbereich ist danach verändert, der Bebauungsplan erhielt zudem die Bezeichnung „Energiepark Weesow-Willmersdorf“.

Die Planer nahmen darüber 
hinaus kleinere Anpassungen im 
B-Plan vor. So wird beispielsweise das gesamte 239 Hektar umfassende Gelände von sechs auf sieben Baufelder erweitert. Der Grund: ein verrohrter Graben darf nicht überbaut werden. Dagegen ist weiterhin ungeklärt, über welche Straßen die Transportfahrzeuge das Gelände erreichen. Nach Angaben von Bürgermeister Burkhard Horn könnten sie die Autobahn in Bernau-Süd verlassen und dann über Birkenhöhe und Börnicke fahren. Die genaue Strecke werde aber das weitere Verfahren ergeben. „Ein Dorf wird es treffen“, so der Verwaltungschef.

Vor der Abstimmung hatte Horn die Fragen beantwortet, die in der letzten Sitzung der Stadtverordnetenversammlung zum Thema Energiepark gestellt wurden. Er ging dabei zunächst auf die Finanzierung des umstrittenen Mammutprojektes ein. Sobald Baurecht geschaffen worden sei, würden Investoren angesprochen. Die Fremdkapitalbeschaffung könne über die juwi Holding erfolgen. Denkbar sei auch ein Konstrukt mit einem Bankenkonsortium sowie einem starken Investor für den Eigenkapitalanteil, hieß es.

Für eine mögliche Insolvenz des Betreibers wird eine finanzielle Rücklage gebildet. Eine „Industriebrache“ sei damit ausgeschlossen. Ein anderer Investor könne zudem in die bestehenden Verträge eintreten.

Wie Bürgermeister Horn weiter sagte, übernimmt die juwi Solar GmbH als Generalunternehmer die Bauplanung, Logistik sowie die schlüsselfertige Errichtung der Anlage. Diese solle anschließend an einen Investor verkauft werden.

In der Sitzung wurde erneut betont, dass durch das Solarkraftwerk positive Auswirkungen auf den Tourismus erwartet werden. So sei mit der Verbesserung des Radweges, der Schaffung neuer Reitwege, einer Vitalisierung des Weesower Luchs und der Entstehung von Kleinstbiotopen zu rechnen. Auch das technische Bauwerk selbst werde „Neugierige“, wie beim Schiffshebewerk, anlocken. Ob und wie viel Arbeitsplätze geschaffen werden, konnte nicht gesagt werden.

Anlage wird nach der Errichtung an einen Investor 
verkauft.