Presse
11.05.2012, 19:50 Uhr | Märkische Oderzeitung / Kai-Uwe Krakau
Neuer Anlauf für Biogas-Anlage
Eine Biogasanlage soll in Willmersdorf entstehen. Das mit nachwachsenden Rohstoffen produzierte Gas wird dabei in das örtliche Netz eingespeist. Bauherr ist die juwi Bio GmbH Wörrstadt.

Die Bioenergie gilt als Universaltalent unter den erneuerbaren Energieträgern. Sie ermöglicht eine günstige und klimafreundliche Strom- und Wärmeversorgung - und sie bietet eine zusätzliche Einnahmequelle für Forst- und Landwirte. Die Varianten sind eine wichtige Ergänzung im regenerativen Energiemix aus Sonne und Wind.
Rund 7000 Anlagen gibt es inzwischen in Deutschland. "Es wird aber immer schwieriger, einen geeigneten Standort zu finden", sagte Hans Schmidt von der juwi Bio GmbH im Bauausschuss der Stadt Werneuchen. Zunächst müssten die entsprechenden Rohstoffe vorhanden sein, andererseits sollte auch die entstehende Wärme sinnvoll genutzt werden. "Die beiden Voraussetzungen sind eher selten gegeben", so Schmidt. In der geplanten Anlage werde man das gebildete Gas daher von Kohlendioxid befreien und in das Erdgasnetz einspeisen. Somit erreiche man eine "Entkopplung von Substrat und der Notwendigkeit, ein Wärmekonzept verwirklichen zu müssen", betonte der Unternehmensvertreter.

In der Anlage sollen den Angaben zufolge jährlich rund 32 000 Tonnen Rohstoffe verarbeitet werden. Die Hälfte der Menge soll dabei Maissilage (16 000 Tonnen) ausmachen. Weiterhin werden Gras (7000 Tonnen), Roggen (9000 Tonnen) und eventuell Rindergülle (5000 Tonnen) eingesetzt. "Wir brauchen dafür rund 600 bis 700 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche", stellte Schmidt klar. Die Anlage, die aus drei Silos (die Kammern sind 120 Meter lang und 30 Meter breit) und dem Gärbehälter besteht, soll auf dem Wolterhof gebaut werden. Die beiden Betreiber, Sylvia und Bringfried Wolter, sind in der Region vor allem für ihren Spargel bekannt, bauen aber auch andere landwirtschaftliche Produkte an. "Wir haben uns auch im Gewerbegebiet Willmersdorf umgeschaut, aus dem Vorhaben dort ist aber nichts geworden", sagte der Experte.

Für die Anlage wird eine Fläche von rund 3,5 Hektar benötigt. Als Vorteile nannte Schmidt das Vorhandensein der benötigten landwirtschaftlichen Fläche, die gute Verkehrsanbindung, die Nähe zu einer Gasleitung sowie die angrenzende Wohnbebauung, die sich mindestens 300 Meter entfernt befindet. Das Problem der Geruchsbelästigung sieht die juwi Bio GmbH unterdessen nicht. "Man muss die Nase schon tief ins Silo stecken, um etwas zu riechen", meinte Schmidt.

Das Verkehrsaufkommen soll sich ebenfalls in "überschaubarem Rahmen" halten. Man rechne mit drei Ernteperioden im Frühjahr, Sommer und Herbst. Die Maisanfuhr werde dabei beispielsweise an zwölf Tagen erfolgen. Für eine Woche sei dann mit rund 15 Fahrzeugen pro Stunde zu rechnen, hieß es.

CDU Deutschlands CDUPlus Online spenden Deutscher Bundestag
Angela Merkel CDU.TV Newsletter CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag
Angela Merkel bei Facebook
© CDU Stadtverband Werneuchen  | Startseite | Impressum | Kontakt | Inhaltsverzeichnis | Realisation: Sharkness Media | 0.30 sec. | 29645 Besucher