Presse
28.12.2009, 08:07 Uhr | MOZ / Kai-Uwe Krakau
Eindeutiges Votum für Energiepark
Willmersdorf (au) Zwischen Weesow und Willmersdorf könnte auf einer Fläche von 220 Hektar eine Freiflächen-Photovoltaikanlage entstehen. Die Stadtverordnetenversammlung stimmte in ihrer jüngsten Sitzung der Aufstellung eines Bebauungsplanes zu. Gleichzeitig wurde beschlossen, den Flächennutzungsplan in diesem Bereich zu ändern. Das Planungsziel beider Verfahren ist die "Schaffung rechtsverbindlicher und planungsrechtlicher Voraussetzungen" zur Errichtung des Energieparks Weesow.
Zu Beginn der Diskussion hatte Thomas Wenzel berichtet, dass die Ortsbeiräte von Weesow und Willmersdorf das Vorhaben beraten haben. "Wir haben es einstimmig befürwortet", so der Ortsvorsteher von Weesow. Zur Begründung hieß es, dass man den Landwirten helfen wolle, ihr Einkommen zu sichern. "Solarenergie ist mir lieber als ein Windpark vor der Tür", so Wenzel. Er gab zu, das Projekt zunächst kritisch gesehen zu haben. Seine Meinung habe sich jedoch geändert. Die Anlage sehe man weder von Willmersdorf noch von Weesow, es sei daher eine "sinnhafte Maßnahme". Die Kommune leiste damit einen Beitrag zum Klimaschutz und könne, so der Betriebssitz in Werneuchen genommen wird, auch Gewerbesteuer einnehmen, betonte Wenzel.

Als Befürworter der Solaranlage gab sich auch Mathias Wiegand zu erkennen. "Sie fügt sich in die Null-Emmissionstartegie des Kreises Barnim ein", erklärte der CDU/FDP-Fraktionsvorsitzende. Einen Schaden für die gerade beginnende touristische Entwicklung in der Barnimer Feldmark wollte Wiegand nicht erkennen.

Klaus Springer von den Linken sagte, er sei durchaus für regenerative Energien, allerdings sollte man ehrlich bleiben. So seien die Krummenseer auch einmal stolz auf ihre Windkraftanlagen gewesen. "Die gesundheitlichen Probleme haben aber die Anwohner des Birkenweges in Seefeld", so Springer. Bei dem neuen Vorhaben wären auch die Menschen in Löhme betroffen und nicht die Einwohner von Willmersdorf und Weesow. Der Stadtverordnete wies darauf hin, dass der Windpark bei Willmersdorf noch erweitert werden könnte. Dann sei er auf die Reaktion gespannt, so der frühere Lehrer.

"Mit Bauchschmerzen" befürwortete auch Heidemarie Stettnisch das Vorhaben. Es sei jedoch immer schade, wenn Ackerfläche verloren gehe.

Der Investor für die Anlage ist die Procon GmbH aus Cottbus. Eine kurzfristige Entscheidung zum Projekt war notwendig, da nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) die Förderung jährlich reduziert wird. Wie viel das Unternehmen investiert, ob überhaupt (Dauer)-Arbeitsplätze geschaffen werden und wo die Betreibergesellschaft ihren Sitz haben wird, blieb bisher unklar.

In den kommenden Wochen soll das Konzept erarbeitet und anschließend mit den Stadtverordneten diskutiert werden. Außerdem ist u.a. eine Umweltverträglichkeitsprüfung durchzuführen. Möglicherweise schafft das Projekt bereits diese Hürde nicht. Die Solarmudule sollen nämlich am sensiblen Naturschutzgebiet "Weesower Luch" aufgestellt werden. So manche Rotbuchunke hatte in der Vergangenheit bereits ein ehrgeiziges Vorhaben verhindert.
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